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Grundlagen der Hundeernährung - Teil II

Hier ein "kurzer" Abriss zum Thema Vitamine und Mineralstoffe.

Grundlagen der Hundeernährung - Teil II
Vitamine:
Fettlösliche Vitamine:

Vitamin A (Retinol):
Retinol, Retinal und Retinsäure gehören zu der Gruppe des Vitamin A. Pflanzenzellen enthalten die Vorstufe aller Vitamin A-Verbindungen oder Provitamine genannt, Carotinoide. Beta-Carotin hat die stärkste biologische Verbindung und ist in vielen Futtermitteln enthalten.

In der Darmschleimhaut wird das Provitamin in das aktive Vitamin A umgewandelt, aufgenommen und in der Leber gespeichert (Hund besitzt diese Fähigkeit/ Katze kann dies nur gering oder gar nicht).

Möhren, Süßkartoffeln und Gemüse enthalten das dunkelrote Pigment, welches bei dunkelgrünem Gemüse vom dunkelgrünen Farbstoff Chlorophyll überdeckt werden kann.
Die aktive Form Vitamin A ist in Erzeugnissen tierischer Herkunft enthalten, wie Lebertran (enthält die höchste die Menge), Milch, Leber und Eigelb.

Zu den Aufgaben des Vitamins gehören:

Sehvorgang:
Bildung eines lichtempfindlichen Pigments in den Regenbogenhaut, dass die Einstellung des Auges auf verschiedene Lichtstärken ermöglicht.

Knochenwachstum:
Beeinflusst die Zellen, die für den Knochenaufbau (Osteoblasten) und Knochenabbau (Osteoklasten) zuständig sind.

Fortpflanzungsfähigkeit:
Wird benötigt für den Geschlechtszyklus der Hündin und für die
Spermatogenese des Rüden.

Erhaltung des Epithelgewebes:
Essentiell für die Erhaltung des Epithelgewebes der Haut und der
Schleimhäute des Atmungsappartes und des Verdauungstraktes (Magen, Darm).

Vitamin D-Gruppe (Calciferole):
Sterolverbindungen bilden die Gruppe der Vitamin D-Verbindungen.
Auch gibt es Vorstufen, die sogenannten Provitamine zu denen Vitamin D2 und Vitamin D3 gehören.

Vitamin D2 kommt in Pflanzen vor (auch Ergokalziferol) und wird aus dem Ergosterol bei der Bestrahlung mit ultraviolettem Licht umgewandelt. Diese Umwandlung vollzieht sich aber nur bei geernteten oder verletzten Pflanzen. Intakte Pflanzen weisen diese Umwandlung vom Provitamin nicht auf.
Dies ist von Bedeutung für Pflanzenfresser, die sich von Heu oder anderen geernteten Grünpflanzen ernähren.

Für Fleischfresser ist das Provitamin D3 von größerer Bedeutung. Dies besteht aus 7- Dehydrocholesterol, welches natürlich in der Haut vorkommt und welches bei der Aussetzung von UV Licht zu Vitamin D3 umgewandelt wird. Hunde mit heller Haut und kurzem Fell können daher am effektivsten das Provitamin in der Haut umwandeln. Hunde  mit dunkler Pigmentation und sehr dichter Behaarung sind hier benachteiligt.

Cholekalziferol kann auch über die Nahrung aufgenommen werden. Diese Vorstufe wird in der Leber, im Muskel- und im Fettgewebe gespeichert. In der Leber wird es  in 25-Hydroxycholekalziferol umgewandelt und wird über die Niere transportiert und in das aktive Vitamin D oder 1,25-Dihydroxycholekalziferol (Calcitriol) metabolisiert.

Die letzte Umwandlung in der Niere in das aktive Calcitriol erfolgt aufgrund eines Anstiegs des Parathormones. Dieses Hormon wird in der Nebenschilddrüse produziert und vermehrt ins Blut abgegeben, wenn der Calciumspiegel im Blut sinkt. Bei einem erhöhten Parathormonspiegel wird Calcium aus den Knochen mobilisiert und die Reabsorption von Phosphor in der Niere erhöht.

Bei einem zu geringen Phosphorgehalt im Blut wird ebenfalls die Umwandlung in das aktive Vitamin D stimuliert.

Zu den Aufgaben gehört die Aufrechterhaltung der physiologischen Calcium- und Phosphorhomöostase des Organismus. D.h., dieses Vitamin wird für die Entwicklung und Erhaltung eines physiologischen Knochengewebes und dem  Gleichgewicht des Calcium- und Phosphorspiegels im Organismus benötigt.

Das Vitamin D fördert die Bildung des calciumbindenden Proteins im Darm, welches für die effektive Aufnahme von Calcium und Phosphor aus der Nahrung erforderlich ist. Vitamin D sorgt dafür, dass über den Darm, Knochen und Niere genügend Calcium und Phosphor für das Knochengewebe zur Verfügung steht.

Natürliche Futtermittel enthalten einen geringen Gehalt in Vitamin D (Leber, Eigelb, Fisch, Fischöl), daher sind die erhältlichen Futtermitteln mit Vitamin D angereichert, damit die Hunde (unabhängig von der eigenen Produktion in der Haut) ausreichend mit Vitamin D versorgt werden.

Vitamin E (Tocopherole):
Die Gruppe des Vitamin E bilden die Tocopherole und Tocotrienole. Diese natürliche Verbindung wird am meisten in der Hunde- und Katzennahrung eingesetzt  sowie synthetisch aktive Formen kommen hier zum Einsatz.

Vitamin E kann in fast jedem Gewebe des Organismus festgestellt werden. Gespeichert wird es in der Leber. Unterschiedliche Pflanzen können Vitamin E bilden. Besonders in Weizenkeimen, Baumwollsamen, Sonnenblumenkernen, Maisöl und Sojabohnen ist der Gehalt hoch. Je höher der Linolsäuregehalt in einem Öl ist, desto höher ist auch die Vitamin E-Konzentration. In tierischen Erzeugnissen ist der Gehalt eher gering (Milch, Milchprodukte, Eigelb).

Vitamin E hat eine antioxidative Wirkung. Diese Wirkung wird auch für Hund- und Katzennahrung genutzt. Ungesättigte Fettsäuren, die in den Lipidmembranen der Körperzellen vorhanden sind, aber auch in der Nahrung vorkommen, können, durch freie Radikal, oxidieren und damit zerstört werden. Dies bedeutet Funktionsstörungen für die Zelle und für die Nahrung bedeutet es Verderb. Die ungesättigten Fettsäuren werden zerstört, die Nahrung wird ranzig. Vitamin E verhindert diesen Prozess. Je höher nun der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung ist, desto höher ist auch der Gehalt an Vitamin E in der Nahrung.
Geschützt wird aber auch Vitamin A und schwefelhaltige Aminosäuren.

Vitamin E und das Spurenelement Selen stehen in einer Wechselwirkung miteinander. Selen wirkt als Koenzym, das die Peroxide, die während der Oxidation von ungesättigten Fettsäuren anfallen, reduziert. D.h., Je mehr Vitamin E im Futtermittel enthalten ist, desto weniger Oxidationen findet statt, desto weniger Peroxide fallen an, desto weniger Selen wird gebraucht.

Da Vitamin E selbst sehr oxidationsgefährdet ist, sollte die Nahrung möglichst luftdicht und trocken aufbewahrt werden.

Vitamin K:
Zu Vitamin K gehören Vitamin K1, K2 und Vitamin K3. Gehören zu den Chinonen.

Vitamin K1 (Phyllochinon) ist in Grünpflanzen nachzuweisen.
Vitamin K2 (Menachinon) kommt im Dickdarm vor und wird von den Dickdarmbakterien gebildet.
Vitamin K3 (Menadion) ist ein synthetisch hergestelltes Vitamin und die Wirkung ist 3x so hoch, wie die des natürlichen Vitamin K1.

Das Vitamin K ist für die Stoffwechselprozesse notwendig. Weiterhin wird Vitamin K benötigt für die Aktivierung von Proteinen z.B. im Nieren- und Knochengewebe.

Vorkommen beschränkt sich auf grünes Blattgemüse (Spinat, Grünkohl, Blumenkohl). Auch enthalten ist das Vitamin in Leber, Eiern und Fischmehl.

Allgemein ist die Zufuhr von Vitamin K bei einem darmgesunden Hund Aufgabe der Dickdarmbakterien.  Bei einer Dickdarmerkrankung oder bei einer Antibiotikatherapie sollte für eine zusätzliche Zufuhr zur Fütterung von Vitamin K gesorgt werden.

Wasserlösliche Vitamine

Vitamin B-Komplex:
Hierzu gehören neun verschiedene Vitamine: Thiamin, Riboflavin, Nikotinsäure, Pyridoxin, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, Cobalamin und Cholin. Funktionieren als Koenzyme im Energiestoffwechsel. Ebenfalls sind sie an der Gewebesynthese beteiligt.
Nutzen die Energie aus der Nahrung:

  • Thiamin
  • Riboflavin
  • Nikotinsäure
  • Pyridoxin
  • Pantothensäure
  • Biotin

 Sind für die Erhaltung und für das Wachstum der Zelle und/oder für die Blutbildung:
  • Folsäure
  • Cobalamin
  • Cholin
Thiamin / Vitamin B1:
Funktion im Kohlenhydratstoffwechsel. Wichtiger Bestandteil des Koenzyms Thiaminpyrophosphat, welches die Aufgabe hat, Kohlenhydrate in Energie und Fett umzuwandeln. Dies Enzym ist auch für andere Verstoffwechselungen verantwortlich.

Der Thiaminbedarf eines Hundes hängt von der Anzahl an Kohlenhydraten in der Nahrung ab, was wiederum zeigt, welche immense Bedeutung  Thiamin im Kohlenhydratstoffwechsel hat.

Da die heutigen Futtermittel ausreichend mit Thiamin angereichert sind, kommt es nur selten zu einem Mangel.

Da Thiamin ein absolutes hitzelabiles Vitamin B ist muss bei der kommerziellen Herstellung von Futtermittel aufgrund dessen in angemessener Menge hinzugefügt werden, um nach der Herstellung noch eine ausreichende Menge im Futtermittel aufzuweisen.

Natürliche Quellen sind mageres Schweinefleisch, Rindfleisch, Leber, Weizenkeime, Vollkorn und verschiedene Hülsenfrüchte.

Riboflavin / Vitamin B2:
Hier handelt es sich um ein hitzestabiles Vitamin, welches jedoch lichtempfindlich ist und bei Sonneneinstrahlung zerfällt.

Riboflavin ist in zwei verschiedenen Koenzymen an der Energiegewinnung aus den Energielieferanten Fett, Kohlenhydraten und Proteine beteiligt.

Innereien, Milch, Gemüse und Getreidekörner dienen als natürliche Riboflavin-Quelle.

Im Verdauungstrakt (Dickdarm) findet eine mikrobielle Produktion an Riboflavin statt. Dabei hängt die Produktion von der Kohlenhydratmenge und Tierspezies ab.

Nikotinsäure:
Beteiligt an der Energiegewinnung aus Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen.
Steht mit Riboflavin in enger Verbindung. Wird im Verdauungstrakt in die aktive Form des Nikotinsäureamids umgewandelt.

Nikotinsäurereich sind Fleisch, Getreide und Hülsenfrüchte. Kann nur in ungebundener Form aufgenommen werden. In Pflanzen liegt dieses Vitamin meist in gebundener Form vor und kann so nicht genutzt werden. Tierische Quellen enthalten in den meisten Fällen das Vitamin in ungebundener Form.

Hunde können Nikotinsäure, als Endprodukt des Tryptophanstoffwechsels (essentielle Aminosäure), selber herstellen. Aufgrund dessen wird der Gehalt an Nikotinsäure durch die Tryptophanmenge im Futter beeinflusst.

Pyridoxin / Vitamin B6:
Es besteht aus 3 verschiedenen Bestandteilen (Pyridoxin, Pyridoxal, Pyridoxamin). Das Pyridoxal ist das einzige, welches eine biologisch aktive Form darstellt.

Es ist als Koenzym am Aminosäurestoffwechsel sowie an der Verarbeitung von Zuckern (Glukose) und Fettsäuren beteiligt. Des Weiteren ist es an der Herstellung des Hämoglobins zuständig. Ohne Pyridoxin wäre die Synthese von Nikotinsäure im Tryptophanstoffwechsel nicht möglich.

Der Gehalt an Pyridoxin ist von der Menge an Proteinen in der Nahrung abhängig. Natürliche Vitamin B6 Quellen sind Innereien, Fisch, Getreidekörner und Weizenkleie. Ein Mangel ist bei Hunden nicht beschrieben.

Cobalamin (Vitamin B12):
Weist als einziges Vitamin ein Spurenelement als Bestandteil vor. Ist von Bedeutung bei dem Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie bei der Entstehung von Myelin beteiligt (Bestandteil der einzelnen Nervenstränge). Fleisch, Geflügel, Fisch und Milchprodukte enthalten dieses Vitamin.
Pflanzliche Komponenten sind cobalaminarm. Es kann in der Leber, Muskulatur, im Knochen und in der Haut gespeichert werden (Besonderheit für ein wasserlösliches Vitamin). Mangelerscheinungen treten so gut wie nie auf.

Cholin:
Ist für den Fettsäuretransport verantwortlich, bildet die Zellmembrane mit, ist Bestandteil von Phosphorlipiden und kommt damit im Nervengewebe vor, Vorstufe des Neurotransmitters Acetylcholin und Methylbausteine für verschiedene Reaktionen des Stoffwechsels zur Verfügung stellt.

Vitamin C (Ascorbinsäure):
Wird für die Synthese von Kollagen benötigt (überwiegender Bestandteil von Binde-, Knochen- und Zahngewebe). Ist von großer Bedeutung bei der physiologischen Knochenbildung und –entwicklung. Der Hund kann Vitamin C in der Leber aus Glukose oder Galaktose selbst herstellen.
Eine externe Zufuhr ist für die Erhaltung der Stoffwechselvorgänge nicht notwendig.

Heilungen von Skeletterkrankungen durch die Zufuhr hoher Gehalte an Vitamin C konnten nicht belegt werden. Im Gegenteil, können zu hohe Gaben an Vitamin C bei einem gesunden Hund kontraindiziert wirken. Vitamin C ist sehr lichtempfindlich und zerfällt bei Oxidation.

Pantothensäure:
Kommt in allen Geweben des Organismus vor. Durch die Pantothensäure entsteht das Koenzym A, welches an zahlreichen Prozessen im Organismus beteiligt ist. Innereien (besonders Niere und Leber), Milch, Eigelb und verschiedene Hülsenfrüchte sind reich an Pantothensäure, daher kommt es so gut nie zu einem Mangel an diesem Vitamin.

Biotin:
Ist an der Herstellung von Fettsäuren, nichtessentiellen Aminosäuren und Purinen beteiligt.
Ein Mangel tritt selten auf, da neben der oralen Aufnahme die endogene Synthese mit Hilfe der Bakterien im Dickdarm eine Rolle spielt. Man vermutet sogar, dass die endogene Produktion den gesamt Bedarf an Biotin deckt. Biotin kommt in zahlreichen Nahrungsmitteln vor, kann aber nicht immer aufgenommen werden.
Innereien (Leber), Milch, Nüsse und verschiedene Hülsenfrüchte enthalten Biotin.

Folsäure und Folate:
Zellwachstum und Zellreifung sind vom Folsäuregehalt abhängig.
Innereien (Niere und Leber) und grünes Blattgemüse sind natürliche Folsäurequellen.

Hunde besitzen die Fähigkeit auch Folsäure im Dickdarm mikrobiell zu synthetisieren. Auch vermutet man, dass dies den gesamten Bedarf deckt.

Mineralstoffe:

Mineralstoffe sind für sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper lebensnotwenig. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Man unterteilt Mineralstoffe in

Mengenelemente: Kalzium, Phosphor, Magnesium, Schwefel sowie die Elektrolyte Natrium, Kalium und Chlor

Spurenelemente: Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Jod, Selen, Kobalt, Molybdän, Zinn, Fluor, Nickel, Silizium, Vanadium und Arsen

Funktion der Mineralstoffe:

-       Elektrolythomöostase
-       Beteiligung am Wasserhaushalt
-       Unterstützung bei der physiologischen Muskelarbeit
-       Unterstützung der Nervenimpulse
-       Aktivierung enzymatischer Katalysatorenabläufe
-       Bestandteile von Transporthormonen
-       Bestandteil von Transportproteinen
-       Unterstützung des Knochenbaus

Mineralstoffe stehen in Wechselbeziehung untereinander und beeinflussen sich gegenseitig. D.h. sie können die Aufnahme eines anderen Mineralstoffes hemmen oder fördern. Daher sollte man immer auf den Gesamtnährstoffbedarf eines Futters achten.

Mengenelement:

Calcium (CA) und Phosphor (p):
Die beiden Mengenelemente stehen im engen Zusammenhang, daher werden sie gemeinsam beschrieben.
99% des Calciums ist im Skeletsystem als anorganischer Bestandteil der Knochen zu finden. Der Rest verteilt sich im  Extra- und Intrazellularraum.
85% des Phosphors sind im Organismus an Calcium, als Hydroxylapatit gebunden.

Durch den immer wieder erfolgenden Auf- und Abbau an Calcium in den Knochen, ist dieser Mineralstoff an der strukturellen Intaktheit der Knochen verantwortlich. Zudem wird durch den Auf- und Abbau der physiologische Spiegel an Calcium im Blut gesteuert. Ein konstanter Blut-Calciumspiegel wird durch eine stetige Mobilisation im Wechsel mit einer stetigen Einlagerung gehalten.

Eine Calciumaufnahme über die Nahrung beeinflusst den Gehalt am zirkulierenden Calcium nicht, da diese strengen homöostatischen Mechanismen unterliegt.

Unterschiedliche Funktionen im Körper können vom zirkulierenden Calcium im Blut beeinflusst werden. Auch Phosphor wird, abhängig vom Blutphosphorgehalt in den Knochen, ein- oder auch abgebaut. 15% des Phosphors in den Weichteilen übernehmen viele Aufgaben und sind in viele Stoffwechselvorgänge involviert.

Prozesse, an denen Phosphor beteiligt ist:

Bestandteil Phosphor u.a.

-       DNA
-       RNA
-       In den Zellmembranen, als Phosphorlipid
-       Von B-Vitamin-Koenzymen
-       Der energiereichen Phosphatbindungen, wie z.B. dem ATP (Adenosin-Triphosphat)

Um den Spiegel an Calcium im Blut konstant zu halten agieren folgende Substanzen:

-       Parathormon (PTH)
-       Vitamin D

Das Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor in der Nahrung sollte berücksichtigt werden, da sich die Mineralstoffe gegenseitig hemmen können und somit die Calcium- oder Phosphoraufnahme gestört werden kann.

Überschüssiges Calcium bildet mit Phosphor einen unlöslichen Komplex, der zu einer geringeren Phosphoraufnahme, zu hohe Phosphorgehalte oder auch das im Getreidekorn (äußere Hülle) vorkommende Phytat, führt zu geringen Calciumaufnahme durch eine Hemmung.

Das empfohlene Calcium-Phosphor-Verhältnis in der Nahrung ist 1,2:1 bis 1,4:1

Calciumreiche Futtermittel: Milchprodukte, Hülsenfrüchte
Calciumarme Futtermittel: Fleisch, Innereien, Getreidekörner
Phosphorreiche Futtermittel: Fleisch (Geflügel), Innereien, Fisch
Calcium- und Phosphorreiche Futtermittel: Milchprodukte und Hülsenfrüchte

Magnesium:
Mengenelement, kommt in viel geringerer Konzentration vor, wie Calcium und Phosphor.
Hauptteil befindet sich in den Knochen. Die Funktion ist sehr vielfältig.

Getreidekörner, Hülsenfrüchte und Milchprodukte haben einen hohen Magnesiumgehalt. In den Futtermitteln ist Magnesium weit verbreitet, daher tritt ein Mangelrecht  selten auf, ein Überschuss tritt eher auf (gerade bei Katzen kann dies zu Problemen führen).

Natrium:
Natrium umfasst eine Vielzahl von Aufgaben:
-       physiologische Erregbarkeit der Nervenzellen
-       Physiologische Kontraktilität der Muskulatur
-       Erhaltung der Zellmembranpermeabilität
-       Steuerung des Elektrolytgleichgewichts zwischen Intra- und Extrazellularraum
-       Erhaltung des osmotischen Drucks

Natriumreiche Futtermittel sind: Fleisch, Geflügel, Fisch, Milchprodukte und Eiweiß
Da die Futtermittel über eine ausreichende Menge an Natrium verfügen, kommt ein Mangel so gut wie nie zustande.

Clorid:
Das Anion Chlorid macht 2/3 der gesamten Anionen aus. Chlor ist für folgende Funktionen verantwortlich:
-       Bildung von Salzsäuren im Magen
-       Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts
-       Regulation des Wasserhaushaltes
-       Regulation des osmotischen Drucks

Die Aufnahme und das Vorkommen von Clorid, entspricht die von Natrium. Ein Chloridmangel bei Hunden wurde bisher noch nicht festgestellt.

Kalium K:
Kalium ist das bedeutendste Kation im Intrazellulärraum. Die Funktion von Kalium hängt von der Form ab, in der Kalium vorliegt:

Aufgaben in ionisierter Form: Regulation des osmotischen Drucks in der Zelle
Aufgaben in gebundener Form: Regulation zahlreicher enzymatischer Reaktionen

Kalium spielt für die physiologische Herzarbeit eine wichtige Rolle, daher ist die Erhaltung des Kaliumgleichgewichtes unabdingbar.

Kaliumreiche Futtermittel: Fleisch, Geflügel, Fisch, Getreide (Körner) und Gemüse.
Ein Kaliummangel ist bei Hunden eher unwahrscheinlich.

Spurenelement:
Eisen (Fe):
Eisen kommt in jeder Zelle vor. Im Blut- und Muskelfarbstoff ist der Gehalt besonders hoch. Beide Farbstoffe transportieren Sauerstoff zu den Geweben bzw. Muskelzellen. Mit Hilfe von Proteinen wird Eisen im Blut absorbiert und transportiert. Auch die Speicherung von Eisen in Milz, Leber und Knochenmark erfolgt mit Hilfe von Proteinen.

Der Körper kann Eisen sehr gut verwerten, so wird z.B. das Eisen des roten Blutkörperchens nach dessen Abbau wieder verwendet und nur sehr geringe Mengen gehen über die Nieren verloren. Eisen tierischen Ursprungs wird besser resorbiert als Eisen pflanzlichen Ursprungs und Eisen aus einigen tierischen Nahrungsquellen (ca. 60%). Die Aufnahme von einem hohen Zinkgehalt sowie Phytat, Oxalate und Phosphate wirken sich negativ auf die Absorption von Eisen aus.

Reichhaltige Eisenquellen:  Leber, Niere, Fleisch, Fisch, Eigelb, Hülsenfrüchte und Getreidekörner. Es können allerdings nur 5 bis 10% des Eisengehalts aus der Nahrung aufgenommen werden.

Ein Eisenmangel bei Hunden tritt eher selten auf. Ein Überschuss kann zu toxischen Reaktionen führen.

Kupfer (Cu):
Viele Aufgaben von Kupfer sind mit denen von Eisen gekoppelt. Z.B. kann die Bildung des roten Blutfarbstoffes nicht ohne Kupfer und Eisen erfolgen. Kupfer wird für die Aufnahme von Eisen im Darm und dessen Transport gebraucht. Sowie für die Mobilisation von Eisen aus der Leber, ist Kuper essentiell. Es trägt zu einer physiologischen Skelettentwicklung bei und hat eine antioxidative Wirkung. Es gibt noch weitere Vorgänge im Körper, bei denen Kupfer unabdingbar ist.

Kupfer wird in der Leber gespeichert und steht hier für verschiedene Stoffwechselvorgänge zur Verfügung. Überschüssiges Kupfer wird mit der Galle in den Darm mit dem Kot ausgeschieden. Die Leber stellt die reichhaltigste Kupferquelle dar.

Bei einem Mangel kommt es zu Pigmentationsstörungen der Haare. Bei Jungtieren treten Probleme beim Skelettwachstum auf. Es kann zu einer Blutarmut kommen. Bestimmte Rassen wie der Bedlington-Terrier sind prädisponiert an einer Kupferstoffwechselstörung zu erkranken.

Zink (Zn):
Zink ist an Stoffwechselprozessen von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen beteiligt. Es ist in vielen Geweben vorhaben und Bestandteil vieler Enzyme. Das Immunsystem und das Fortpflanzungsvermögen sind für eine intakte Funktion auf Zink angewiesen.

Mangan (Mn):
Es ist für ein physiologisches Knochenwachstum und für die Fortpflanzung essentiell.
Reichhaltige Futtermittel: Getreidekörner und Hülsenfrüchte
Manganarm sind die meisten tierischen Bestandteile.
Ein Manganmangel ist beim Hund nicht bekannt.

Kobalt (Co):
Funktionen im Körper konnten bisher nicht geklärt werden. Man weiß nur, dass Kobalt ein Bestandteil von Vitamin B12 ist. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 sollte den Kobaltbedarf daher decken.

Jod (J):
Jod ist essentiell für die Aufrechterhaltung der Schilddrüsenfunktion. Bei einem Mangel kommt es zur Vergrößerung der Schilddrüse. Bei Hunden ist ein natürlicher Jodmangel nicht bekannt.

Selen (Se):
Selen zählt auch zu den natürlichen Antioxidans. Die Aminosäuren Methionin und Cystin sind für die Bildung von Selen essentiell. Ein Mangel konnte bei einer unausgewogenen Welpenernährung festgestellt werden, der sich in Muskelrückbildung, Wachstumsstörungen und Wassereinlagerungen widerspiegelt.
Wirkt in höheren Mengen toxisch.

Fluor (F), Molybdän (Mo), und andere Spurenelemente:
Molybdän, Zinn, Fluor, Nickel, Silizium, Vanadium und Arsen haben keine besondere Bedeutung bei der Fütterung von Hunden. Ein Minimalbedarf ist nicht bekannt. In höheren Mengen wirken sie toxisch.

Schwefel:
Es kommt in zahlreichen Verbindungen im Organismus vor. Der größte Gehalt an Schwefel ist in Proteinen zu finden. In der Nahrung ist durch den hohen Anteil an schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein und Methionin) noch kein Schwefelmangel festgestellt worden.

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